Eifelralf Dem Eifelralf sein Blog

20Okt/090

Vulkan-Quoten

Der Vulkan (c) RTL

Der Vulkan (c) RTL

Der erste Teil des starbesetzten RTL-Zweiteilers „Vulkan“ erreichte am Sonntagabend um 20.15 Uhr im Durchschnitt 5,9 Millionen Zuschauer ab 3 Jahre (16,5 % Marktanteil). Der Marktanteil beim jungen Publikum (14 – 49 Jahre) lag bei 20,8 Prozent (3,18 Millionen).

Damit war der packende Event-Film um das mögliche Katastrophenszenario eines Vulkanausbruchs in der Eifel das beliebteste Prime-Time-Programm bei den jungen Zuschauern. Im Anschluss, um 22.05 Uhr, erreichte die Dokumentation „Vulkanausbruch in Deutschland …Was wäre wenn?“ 4,33 Millionen Zuschauer beim Gesamtpublikum und einen Marktanteil von 18,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Mit einem Tagesmarktanteil von 18,1 Prozent beim jungen Publikum setzte sich RTL vor die gesamte Konkurrenz (ProSieben: 13,3 %, Sat.1: 11,7 %). Auch beim Gesamtpublikum lag RTL mit einem Marktanteil von 15 Prozent klar vorn (ARD: 11 %, ZDF: 8,9 %).
Der zweite Teil des RTL-Fiction-Highlights „Vulkan“ erreichte am Montagabend um 20.15 Uhr ein großes Publikum: 6,59 Millionen Zuschauern ab 3 Jahre (20,6 % Marktanteil) verfolgten das dramatische Finale des Event-Films um einen Vulkanausbruch in der Eifel. Der Marktanteil beim jungen Publikum (14 – 49 Jahre) lag bei starken 27 Prozent. Damit erreichte der starbesetzte und aufwendig inszenierte Film noch mehr Zuschauer als der erste Teil und auch den Tagessieg am Montag bei den 14- bis 49-Jährigen und beim Gesamtpublikum.

Mit einem Tagesmarktanteil von 20,5 Prozent beim jungen Publikum setzte sich RTL weit vor die gesamte Konkurrenz (Sat.1: 12,5 %, ProSieben: 11,5 %, VOX: 8,5 %). Beim Gesamtpublikum lag RTL mit einem Marktanteil von 15,4 Prozent ebenfalls klar vorn. Danach folgten das ZDF (12,2 %) und die ARD (11,5 %).

Quelle: RTL-Pressezentrum

20Okt/090

Vulkan – Part two

Aus. Aus. Das Spiel ist aus. Der "Vulkan" auch - aber irgendwie kam der Schlusspfiff mittendrin.

Ein massives Erdbeben erschütterte die Eifel (c) RTL

Wusste gar nicht, ob ich die Aufnahme am Festplattenreceiver stoppen sollte. Gibt´s noch einen Teil 3? Ist die Werbung für "Vulkan 3" in der Lava untergangenen? Möchte mich hier aber nicht mit einem Geologen darüber streiten, ob in der Magma oder Lava...
Eins vorneweg - bei aller Kritik: Es war keiner gezwungen, den "Vulkan" zu schauen. Teilweise habe ich den Eindruck gehabt - zumindest in der "Vulkan"-Twitterwall, dass alle dazu verdonnert gewesen seien, RTL einzuschalten.
Nein, wir haben ihn freiwillig gesehen. Vielleicht waren die Erwartungen zu hoch. Aber RTL ist halt RTL und nicht Arte oder Phoenix. Über´s Geld habe ich schon gesprochen. Aber jammern möchte ich darüber nicht, denn immerhin gingen für den "Vulkan" keine GEZ-Gelder drauf. Die werden ja auch für die Bundesliga und die Internetportale der Öffentlich-rechtlichen gebraucht.
Ein Happy end sieht anders aus. Da unterscheidet sich RTL schon mal von Hollywood. Aber die drehen ja auch keine "Eventmovies". Lediglich Matthias Koeberlin alias Michael Gernau hatte Glück: Er durfte in der Heimat sterben, denn wie sagten schon alten Römer - "Dulce et decorum "in" patria mori.

Alle Insassen des Linienbusses sind tot. Paula Maug (Sonja Gerhardt) ist die einzige Überlebende. Fassungslos sieht sie sich die zerstörte Umgebung an. (Vulkan)  (c) RTL / Willi Weber

"Vulkan-Mädchen" Paula Maug (Sonja Gerhardt) sieht sich fassungslos die zerstörte Umgebung an. (c) RTL/Willi Weber

Nachdem ich gestern schon über die Autos der Jugendlichen erstaunt war, Honda Civic statt VW Golf oder Opel Manta - ok, ich bin was älter, Generation Golf, stolperten meine Augen im zweiten Teil über den Fahr-Mähdrescher.
Hab ich noch nie in der Eifel gesehen... Haben die mehr für Productplacement gezahlt als Fendt oder John Deere? Und ich wähnte sogar einen sympathischen Stargast gesehen zu haben, zumindest glaubte ich, Kloppos Handschrift auf dem Touchscreen im Krisenstab bei der Erklärung für Frau Obama erkannt zu haben.
So - jetzt muss ich mal zum Ende kommen: Ich habe inhaltlich nicht mehr vom "Vulkan" erwartet, die Specialeffects waren wohl gut - kenne mich da nicht so aus, die Handlungsstränge verwirrend und überwiegend überflüssig.
Zumindest in Teil 1 wurde die Eifel (Pulvermaar, Manderscheider Burgen, Landschaft) als sehr schön dargestellt.

Fazit: Ohne Handlung wäre es ein toller Film gewesen!

P.S.:

Was ein Glück - die  Manderscheider Burgen sind stehen geblieben! Dann kann die Manderscheider Burgenweihnacht ja wie geplant am letzten Novemberwochenende stattfinden.

16Okt/090

"Vulkan" bricht aus – SO und MO 20:15 Uhr auf RTL

Am Sonntag, 18. Oktober 2009, und Montag, 19. Oktober 2009, jeweils 20.15 Uhr bebt die Eifel auf RTL: Der  "Vulkan" bricht aus - und als Eifelralf ist es ja geradezu meine Pflicht, über dieses "Medienspektakel" im Fernsehen zu schreiben.


Filmmusik "Faithful" von Cherine Nouri - gedreht am Pulvermaar bei Gillenfeld (???)

http://www.programmkino.de/UserFiles/File/downloads/black%20box%20201,%20Mai_Juni%202009.pdf

Mit mehr als 9 Millionen Euro Produktionskosten ist der Film  „Vulkan“, der von  teamWorx produziert wurde, das bislang aufwändigste Filmprojekt des Kölner Privatsenders RTL.
Übrigens: 2,3 Mio. Euro von diesen 9 Mio. Euro kommen von der Filmförderung... sind also quasi Steuergelder bzw. öffentliche Mittel!

Im August 2008 begannen die Dreharbeiten und dauerten rund 60 Tage. Ein knappes Jahr brauchte man außerdem für die Nachbearbeitung.

Die Handlung

VulkanEin Vulkanausbruch in der Eifel! Völlig unrealistisch? Weit gefehlt! Die Vulkane sind keineswegs erloschen, es sind schlafende Vulkane, die jederzeit wieder ausbrechen könnten. Diese These vertritt die Fachwelt mittlerweile offensiv. Ein Ausbruch würde das gesamte Gebiet Westdeutschlands und Teile der angrenzenden Staaten mit Asche bedecken - die Katastrophendienste sind darauf momentan nicht vorbereitet ... VULKAN erzählt genau diese unfassbare Naturkatastrophe über einen gesellschaftlichen und logistischen Ausnahmezustand mitten in Deutschland. In das Zentrum der Geschichte setzt der Autor Alexander Rümelin das Schicksal der Bewohner und Urlauber eines Eifelortes, die durch die Katastrophe über sich hinauswachsen und zu schier Unfassbarem in der Lage sind. Uwe Janson gelingt es, in seiner Inszenierung anrührendes Drama, packende Bilder und atemlose Spannung so gekonnt miteinander zu verweben, dass eine neue Dimension des Event-Zweiteilers gelungen ist.  (Zitat RTL)

Drehorte:

Die Landschaftsaufnahmen für diesen Streifen wurden bei Manderscheid (hier geht´s um die Burg, in die sich die Protagonisten retteten) und Gillenfeld am Pulvermaar aufgenommen, die Ereignisse von Lorchheim spielen sich in Bad Münstereifel ab. „Viele Aufzeichnungen haben wir aber auch auf einer ganz normalen Kuhwiese aufgenommen“, so Barbara Thielen, Bereichsleiterin Fiction bei RTL.

Darsteller sind (die üblichen RTL/SAT1/Pro7-Die Flut/Das Beben/Die Flucht und sonstige Katastrophenfilmdarsteller):

Matthias Koeberlin
... spielt den Ex-Feuerwehrmann Michael Gernau, der sich zwischen seinem neuen Leben in Frankfurt und dem Einsatz für seine Heimat entscheiden muss. Dabei läuft er Gefahr, nicht nur seine Freundin Andrea zu verlieren.

Katharina Wackernagel
... spielt Andrea Matting, die Freundin von Michael Gernau. Sie möchte endlich das beengende Dorfl eben hinter sich lassen und in Frankfurt studieren.

Yvonne Catterfeld
... spielt die junge, engagierte Wissenschaftlerin Daniela Eisenach, die während der Katastrophe lernen muss, sich durchzusetzen.

Heiner Lauterbach
... spielt den Bankdirektor Gerhard Maug, der seit Jahren über seine Verhältnisse lebt und hofft, die Katastrophe zu seinen Gunsten nutzen zu können.

Armin Rohde
... spielt Walter Röhricht, den verklemmten, permanent um Anerkennung kämpfenden städtischen Vollzugsbeamten. Im Chaos der Katastrophe verliert er sämtliche Hemmschwellen.

Katja Riemann
...spielt Kirsten Friedrichs, die mit ihren kleinen Zwillingen Urlaub in der Eifel macht und dort ihre Jugendliebe Gernot wieder trifft.

Jenny Elvers-Elbertzhagen
... spielt Yvonne, eine toughe Frankfurter Geschäftsfrau, die ein Auge auf ihren verheirateten Mitarbeiter Phil Friedrichs geworfen hat.

Pasquale Aleardi
... spielt Phil Friedrichs, der in das Katastrophengebiet aufbricht, um seine Frau und seine Kinder zu retten.

Sonja Gerhardt
... spielt Paula Maug, die heranwachsende Tochter des Bankdirektors, die mit allen Mitteln versucht, in die angesagte Dorfclique aufgenommen zu werden.

Ursula Karven
... spielt Renate Maug, die durch die Katastrophe aus der Lethargie ihres Luxuslebens gerissen wird und plötzlich ganz neue Fähigkeiten bei sich entdeckt.

Christian Redl
...spielt den Supermarktbesitzer und Dorfbewohner Ludwig Schöngau, der niemandem vertraut und nicht davor zurückschreckt, sich im Ernstfall unter dem Einsatz von Waffengewalt durchzusetzen. Als Anführer seiner eigenen Truppe versucht er aus Lorchheim zu fliehen.

Vulkanausbruch in der Eifel?  Das sagt die Wissenschaft:

In den letzten 40 Millionen Jahren gab es in Deutschland in verschiedenen Regionen umfangreiche vulkanische Aktivität. Es entstanden zum Beispiel das Siebengebirge, der vulkanische Westerwald, die Rhön und der Vogelsberg, alles große Vulkanfelder mit gewaltigen Massen geförderter Vulkanite. Die Zeitspanne, in der sie aktiv waren, umfasste jeweils mehrere Millionen Jahre. Der junge quartäre Vulkanismus mit seinen eigenständigen Feldern in der Westeifel und der Osteifel ist erst seit 500.000 bis 600.000 Jahren aktiv. Kennzeichen für die Westeifel ist der Maarvulkanismus, das der Osteifel sind groß volumige Magmakammern und Bildung von Calderen (Einbruchsbecken), die nach der Eruption eingebrochen sind. Im Vergleich zu den älteren Feldern steht die Eifel erst am Anfang einer längeren vulkanischen Aktivität. Auch Westerwald und Vogelsberg haben mit der Bildung von Maaren und großvolumigen Eruptionen aus Magmakammern begonnen, bevor sie zur Förderung umfangreicher Basaltlava übergingen. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die jungen Felder die verschiedenen Stadien nicht in der Form durchlaufen, wie die vorherigen es getan haben.

Es gibt Regionen in der Eifel, die einen sehr starken Gasfluss (Kohlendioxid) aufweisen. Diese Gase stehen in Verbindung mit magmatischer Aktivität in der tiefen Erdkruste und im Erdmantel. Sie zeigen an, dass die jungen Felder noch aktiv sind. Geophysikalische Messungen und Ergebnisse von Gas-Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine Quelle für die Bildung von Magma im Erdmantel unter der Eifel existiert. Wenn dort Magma in ausreichender Menge vorhanden ist, ist die Bildung von Bruchzonen in der Erdkruste notwendig, damit ein Vulkan ausbrechen kann. Brüche und Spalten öffnen sich durch starke Spannungen in der Erdkruste, die zum Beispiel durch Plattenbewegungen im Zuge der Plattentektonik auftreten können. Anhand der Erdbeben in der Eifel, der Niederrhein- und Mittelrheingegend wird deutlich, dass die Spannungen groß genug sind, um derartige Brüche hervorzurufen. In den letzten Jahrzehnten konnten zahlreiche Bebenschwerpunkte neu erkannt werden. Es wird sich erst nach genaueren Untersuchungen zeigen, ob die Beben etwas mit der Bewegung von Magmen in der Kruste oder dem Aufreißen neuer Bruchzonen zu tun haben. Oder vielleicht mit beidem.

Prof. Dr. Ulrich Schreiber - Vulkanologe am Institut für Geographie der Universität Duisburg-Essen

Tipp:

Im Anschluss an den Film zeigt RTL am Sonntag Vulkan die Dokumentation "Vulkanausbruch in Deutschland... Was wäre wenn?" um 22:05 Uhr.

Weitere Links:

Quellen dieses Beitrags: www.rtl.de, www.tv-agenten.de, www.movie-infos.de, www.geokalypse.shayol.de

   
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